Newsletter 01.2026

 

2026 – Das Wahnsinnsjahr der Edelmetalle!

 

Soll man kaufen, halten oder verkaufen?

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

nachdem seit Jahresbeginn die Preise für Edelmetalle explodiert sind, notierte Gold mit 5.594 $ und Silber mit 121,64 $ sein Wahnsinnsallzeithoch (Spot Intraday 29.01.26).

 

Trotz extremen Kursrückgangs am 30.01.26 haben Gold immer noch um 11,14 % und Silber um 14,4 % zugelegt (Schlusskurs). Aufgrund dieser extremen Marktbewegung beschäftigen sich vermehrt Edelmetallinvestoren berechtigt mit der Frage:

 

Bietet der Kursrückgang eine hervorragende Gelegenheit zum Nachkauf oder fallen die Preise noch weiter? 

Einer der Gründe für den extremen Kursrückgang der Edelmetalle am 30.01.26 war die Nominierung durch Donald Trump von Kevin Warsh als neuen Notenbankchef. Dadurch wurden erhebliche Zweifel an den Märkten geschürt, da künftig eine Lockerung der Geldpolitik erfolgen könnte.

 

Auch die Meldung aus China, dass der einzige reine Silberfonds UBS SDIC Silver Futures am 28.01.26 vorübergehend den Handel eingestellt und gleichzeitig Zeichnungen ausgesetzt hatte, sorgte für Wirkung im Markt.

 

Der Hauptgrund für die Verkaufswelle war jedoch die wiederholte Erhöhung der Margin an der Comex. Die Margin ist eine Sicherheitsgebühr, die Händler hinterlegen müssen, um auf steigende oder fallende Kurse zu wetten.

 

Diese Margin wurde bereits im Dezember 2025 bei Gold um 10 % und bei Silber um 30 % erhöht. Anfang 2026 erfolgte die Umstellung von festen Dollarbeträgen auf einen prozentualen Anteil des gesamten Orderwertes: Gold 5 %, Silber 9 %.

 

Da dies nicht den gewünschten Effekt hatte und die Kurse weiter stiegen, folgte eine weitere Erhöhung – bei Silber auf 11 %. Das entspricht einer Steigerung von 22,2 % und löste eine Verkaufswelle aus.

 

Ein klarer Eingriff in den Edelmetallmarkt

 

Eine Empfehlung können wir nicht geben, da die künftigen Kursentwicklungen von einer Vielzahl von Einflüssen, u.a. vom weltpolitischen Geschehen, beeinflusst werden. Wir raten jedoch, einen kühlen Kopf zu bewahren und die eigenen Beweggründe für ein Edelmetallinvestment zu reflektieren.

 

Fakt ist: Verkauft man aktuell seine Edelmetalle, hat man gut verdient. Sollten die Preise weiter kräftig steigen, ärgert man sich eventuell. Fallen die Preise, weiß man erst im Nachhinein, dass man richtig gehandelt hat.

 

Hat man Gold gegen Geld getauscht – was waren die ursprünglichen Motive?

  • Absicherung gegen Inflation oder Währungsreform?
  • Schutz vor einem aufgeblähten Geldsystem?
  • Diversifikation des Anlageportfolios?
  • Absicherung anderer Assetklassen in Krisenzeiten?

 

Die Silberpreisentwicklung war überfällig. Im Silbermarkt herrscht seit fünf Jahren in Folge ein Angebotsdefizit. Anfang 2026 sorgte China zusätzlich für einen Paukenschlag durch ein Silber-Exportverbot.

 

Die USA stuften Silber zudem als kritischen Rohstoff ein. Silber ist u.a. ein extrem wichtiger Rohstoff in der Rüstungsindustrie, aber auch in Zukunftsbranchen wie der KI.

 

Silber dient in KI-Chips als Isolator gegen Kälte und Wärme. Ein KI-Rechenzentrum benötigt rund 300 Tonnen Silber.

 

Auch die Fahrzeugindustrie treibt die Nachfrage: Weltweit werden über 80 Mio. Fahrzeuge pro Jahr produziert. Verbrenner benötigen ca. 1 Unze Silber, Hybride 1,5 Unzen, Elektrofahrzeuge bereits rund 2 Unzen. Das entspricht langfristig ca. 160 Mio. Unzen Silber p.a.

 

Laut einer Studie der Universität Gent wird die Solarindustrie bis 2030 einen Silberbedarf von 10.000–14.000 t p.a. haben – ein Angebotsdefizit von rund 33 %.

 

Die Prognosen gehen deutlich auseinander: Einige Banken sehen Silber 2026 bei ca. 60 $, andere Analysten laut LBMA-Analyse bei 120–165 $. Die Bank of America hält perspektivisch sogar 300 $ für möglich.

 

Für Gold reichen die Prognosen von 6.000 $ bis 8.500 $. Die ICBC Standard Bank sieht Gold 2026 bei bis zu 7.150 $, JP Morgan sogar perspektivisch bei 8.500 $.

 



Sicher in die Zukunft – AUREUS-Flexstrategie
 

Sicherheit durch Streuung – 4er-Mix je 25 % Gold / Silber / Platin / Palladium
 

Flex Stratgie 1 2026